Jarama / Spanien 3. + 4. Rennen

Auch am Sonntag brannte die Sonne erbarmungslos und erwärmte Jarama auf hochsommerliche 30 Grad. Im Quali und Superpole am Vormittag sprang leider mal wieder nur der 8. Startplatz raus. Aber Verdruss war nicht angesagt. Schliesslich galt es für Gerd doch, David Vrsecky den 7 Platz in der Gesamtwertung wieder abzujagen. Ausserdem brauchten die "Bullen von Magirus" noch Punkte um den Vize-Team-Meisterschaftstitel zu sichern.

Doch das 1. Rennen des Tages verlief relativ unspektakulär. Letzten Endes fuhr Gerd als 7. über die Ziellinie. Doch das hiess auch mal wieder 1. Startreihe neben dem Lokalmatador Antonia Albacete im letzten Rennen der Saison.

Vor insgesamt mehr als 27.000 Zuschauern,  welche wirklich für eine einmalige Atmosphäre sorgten, ging Albacete auch von Start weg in Führung und liess sich diese auch nicht mehr abjagen. Gerd hielt Platz 2 dicht gefolgt von Sascha Lenz. Dahinter folgte Vrsecky, Halm, Hahn, Lacko und Kiss.
In der zweiten Runde holte sich David Vrsecky an seinem Baggyra einen Plattfuß und musste raus. Damit war klar, sollte Gerd Punkte einfahren, hat er den 7. Platz in der EM Wertung sicher.

Ab der Mitte des Rennens zog Jochen Hahn zunächst an Steffi Halm vorbei, kurz darauf auch Lenz und hing jetzt hinter Gerd auf Platz 3. Nachdem er Gerd mehrere Runden lang schon etwas Druck von hinten machte, ging er kurz vor Ende des Rennens auch an ihm vorbei auf Platz 2. Hinter Gerd blieb dann Steffi  nur der 4. Rang vor Lenz, Kiss und Lacko. 

In der Auslaufrunde war aber richtig was los vor den Zuschauertribünen, da sich fast jeder zu einigen Donut´s  oder andren Gummiabrieb verleiten ließ. Es kam schon fast zu einem Stau vor der Geraden an den Fan-Rängen. Vor lauter Qualm konnte man gar kein Truck mehr sehen, die Fans aber waren begeistert.

Auch bei uns und Team Hahn Racing war die Freude riesig. Immerhin rahmten die beiden "Bullen von Iveco Magirus" den "Spanischen Stier" Albacete auf dem letzten Siegerpodest der Saison und ausserdem holte sich Jochen den Vizemeistertitel und das Team den 2. Platz in der Teammeisterschaftswertung hinter Baggyra.
Einen besseren Saison Abschluß kann man sich ja fast nicht wünschen...

Wir danken an dieser Stelle allen unseren Fans und Sponsoren und hoffen ihr seid uns auch in der nächsten Saison so treu!!!

 

Jarama / Spanien 1. + 2. Rennen

Seid Mittwoch sind der Teamchef und die "Truck-Fahrer" in Jarama. Der Restteil des Teams kam am Freitag mit dem Flugzeug in Madrid an. 

Das Wetter ist ein Abgesang auf den Sommer. Am Tage haben wir hier noch Temperaturen bis 31 Grad und Nachts geht es auf 7 Grad nach unten. Es ist also, ein im wahrsten Sinne des Wortes , ein heißes Rennsaison-Finale hier in Spanien.

Das 1. Rennen startet Gerd von Platz 7. Gleich in der 1. Runde gab es hinter ihn Gerangel mit Kursim und Kiss und Gerd wurde dadurch mit gedreht. Rote Fahne... Rennabbruch

Die Frontscheibe war gerissen und die Kotflügel verbogen. Aber Gerd  geht beim Re-Start wieder von 7 auf die Strecke und kann sich letztlich bis auf Platz 6 vorkämpfen. Und das war ein wirklicher Kampf - mehr war einfach nicht machbar. Für die Jungs bedeutete das natürlich sofort Vollgas, da die Zeit bis zum nächsten Rennen echt knapp war. Die Front-Scheibe wurde gewechselt, Frontklappe neu. Reifen neu und Kotflügel. Alles bis knapp vor Rennbeginn des 2. Rennen.

Gerd startete im 2. Rennen aus der zweiten Startreihe. Vor ihm Rodrigues und Lenz. Sascha Lenz hatte den besseren Start und hinter ihm war Steffi Halm, die eigentlich meinte noch an Rodrigues vorbei zu kommen. Da Sascha aber auf seiner Spur blieb und sich dann vor der Kurve einbremste, war für Steffi Halm kein Ausweichplatz mehr da  und durch ihr aprubtes Bremsen hatte sie Jochen Hahn im Heck. Das war alles Glück für Gerd, der sich auf Platz 2 vorschob. Er hatte aber Albacete im Kreuz, der sich immer weiter an ihn dran setzte und auch letztlich in Runde 3 vorbei ging. Jetzt hatte Gerd, an Platz 3 liegend, nur dem hinter ihm fahrenden Jochen noch Paroli zu bieten. Der wiederum hatte Kiss im Kreuz. Ein Starkes Rennen von den Bullen, bei dem Gerd den 3 Platz ins Ziel retten konnte. Und Jochen vierter wurde.

Das Team war in heller Freude über den Podiumsplatz hier in Jarama.

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Le Mans /Frankreich 3. + 4. Rennen

Zum 1. Rennen am Sonntag stand Lacko wieder in der ersten Startreihe. Die Pole hatte sich  Sacha Lenz geholt, der wahnsinnige Zeiten fuhr und alle in Erstaunen versetzte. Obwohl Sascha die Führung nach dem Start übernommen hatte, kam Lacko in der 2. Kurve an Lenz vorbei und übernahm die Führung.

Sascha hing zwar an Lacko dran, was überraschte, denn eigentlich war es immer so, das wenn Lacko freie Fahrt hatte, er auch in windeseile entschwunden war. Aber er blieb eben nur dran, zum Überholen gab es keine Chance.

Dahinter lauerten Hahn und Kiss nur darauf, dass etwas passieren würde, von dem sie hätten profitieren können. Am Ende lagen alle ziemlich dicht beieinander was den Zieleinlauf betraf. Jochen fuhr auf dem 3. Podiumsplatz.

Auch nur knapp dahinter Vrsecky und Gerd auf den Plätzen sechs und sieben.

Platz 7 hieß wieder 1. Startreihe im 2. Rennen. Diese Konstellation hatten wir ja schon oft mit Gerd. Da es Samstag nicht von der Pole ins Ziel gereicht hatte, lagen alle Hoffnungen und Wünschen auf dem letzten Rennen in Le Mans.

4. Rennen:

Kursim steht auf Pole und Gerd direkt daneben.
Das Feld biegt ein und es geht auf Grün. Gerd erwischt einen Super Start. Er ist vorne. Jetzt Daumen drücken das es dieses Mal gut geht. Dahinter folgt Steffi Halm. Eine Truck Racerin die in dieser Saison schon mehrmals bewiesen hat, sie kann als Verfolgerin kämpfen und im richtigen Moment zuschlagen, aber immer sehr fair.

Zunächst war Lenz noch auf dem 3.Platz, musste dann aber kurzfristig Hahn und auch Lacko vorbeilassen. Das Trio Gerd, Steffi und Jochen hatten sich an der Spitze soweit etabliert, dass an deren Podiumsplätzen eigentlich nicht mehr zu rütteln war. Jetzt hieß es durchhalten, sowohl Gerd als auch der Race Truck. Alles ging zum Glück am Ende für uns aus. Gerd holt zum 1x mit Team Schwabentruck einen 1. Platz auf dem Podium. (den vom Hungaroring im letzten Jahr dürfen wir ja nur inoffiziell und Team-intern mitzählen).

Die Freude war grenzenlos. Sowohl bei Gerd, beim Team und bei unseren "Bullen-Kollegen" und  Jochen. Und jetzt wird erst mal ordentlich gefeiert. 

Mit 45 Punkten Vorsprung geht Lacko (345) nun ins Finale nach Jarama gefolgt von Jochen Hahn (300), Kiss (284), Steffi Halm (270), Albacete (213), Lenz (164) und Gerd (127).

 

 

 

Le Mans / Frankreich 1. + 2. Rennen

Als es ins erste Rennen ging, war der Himmel fast wolkenlos. Schon fast ungewöhnlich für Le Mans könnte man meinen, aber wir sind dieses Jahr schon 2 Wochen früher in Frankreich weil das letzte Rennen ja in Spanien stattfindet. Daher lagen  auch die Temperaturen noch bei angenehmen  23 Grad.

Das war der Tag von Steffi Halm. Denn nach einem hervorragenden Start hatte sie ihre Pole bestens genutzt und gleich die Führung übernommen. Jochen konnte gleich anschliessen, da Lenz und auch Kiss Startprobleme hatten. Relativ unspektakulär ging dieses Rennen auch bis zum Ende durch. 

Im Mittelfeld hatte Gerd schon bald wieder Stellungskämpfe mit Sascha Lenz auszutragen, zog dabei leider den kürzeren.  Er fing sich schon zu Anfang einen schleichenden Plattfuss ein und hatte somit Mühe wirklich gegen die Konkurrenz anzukämpfen. 
Er mussten dann auch Albacete vorbei lassen. Hielt sich aber wacker auf Platz 7 gegen den von hinten drückenden Lacko.  Bei der Zieldurchfahrt lag der schließlich mit Gerd gleichauf. Um 7 Tausendstel !!! holte sich Lacko dann doch den 7. Rang hinter Albacete. Nun hatte Gerd dem 8. Platz und somit mal wieder die Pole im 2. Rennen. Wir drücken fest die Daumen

2. Rennen:

Gerd gewann den Start und behielt auch die Führung. Das ganze entwickelte sich, zur Freude der Zuschauer, zu einem echten Truck Racing Krimi.
Schon gleich in der 3. Kurve hatte es zwischen Lacko und Lenz eine Berührung gegeben. Lenz wurde dabei von der Strecke gedrängt und musste sich erst wieder auf die Piste zurückkämpfen. 
Doch das sollte Gerd gar nicht mitbekommen. Der hatte mehr Stress mit den beiden Verfolgern Albacete und Kiss. Es war schon als Zuschauer zu spüren das die Beiden nur auf ein Zeichen der Schwäche oder einen Fehler bei Gerd warteten.

Mit etwas Abstand folgte Jochen auf Rang 4. 

Quasi auf Tuchfühlung fuhren die ersten Drei hinter - und auch fast nebeneinander her. Und man wartete und belauerte sich, wobei Albacete am Ende wohl das dünnste Nervenkostüm hatte, nachdem er von Kiss schon andauernd attackiert wurde. 

In der letzten Runde, 3 Kurven vor dem Zieleinlauf gab es dann die Berührung zwischen Albacete und Gerd. Albacete schob Gerd fast seitlich vor sich her. Er kam so erst an Gerd vorbei, der aber dran blieb. Der lachende "Dritte" war aber letztlich Kiss, der an Gerd vorbei gegangen war und sich in der nächsten Kurve auch noch Albacete schnappte.

Bei der Zieldurchfahrt lag das Trio gerade mal eine halbe Sekunde auseinander. 
Für Jochen Hahn blieb, hinter einem ziemlich enttäuschten Gerd, nur der vierte Platz.

Mal wieder ein Podium für Gerd. Aber mit einem lachenden und einem weinenden Auge, denn der 1. Platz wäre definitiv drin gewesen. 
 

 

Zolder / Belgien 3. + 4. Rennen

Die Stimmung bei Gerd und Team nach der Quali auf ein weiteres Tief: Die schnellste Zeit wurde gestrichen, wegen Verlassen der Strecke und Berühren der Penalty Marker. Das bedeutete für Gerd zurücksetzen auf Platz 17 und starten von ganz hinten. Die erste Runde beendete er bereits als 11. Thomas Robineau wurde in einen Zweikampf mit Rodrigues verwickelt und fiel kurz darauf zurück; nun war er mit Platz 10 in den Punkterängen. Einmal mehr hingen gerieten Rodrigues und Körber zusammen. In ihrer schnellsten Runde fuhren beide auf die 1/1000 Sekunde dieselbe Rundenzeit. So blieb es auch bis ins Ziel.

Zum Start des letzten Rennens war die Strecke schon wieder abgetrocknet obwohl es zwischendrin mal wieder einen Guss gab. Schnell war auch Rodrigues überholt und Körber fand Anschluss an das schnelle Mittelfeld. In der vierten Runde hatte er Jochen Hahn vor sich, der auf die Spitze hatte abreißen lassen müssen wegen eines technischen Defektes an seinem Iveco. Gerd zog an Hahn vorbei und beide machten sich an die Verfolgung des vor ihnen fahrenden Sascha Lenz. In der letzten Runde war für Körber klar, dass es für einen Angriff auf Lenz nicht mehr reichen würde. Kurz vor der Ziellinie ließ er zudem Jochen passieren und überließ ihm den achten Platz: „Jochen fährt um den EM-Titel, da zählt jeder Punkt.

In der Europameisterschaft liegt Gerd zwei Rennen vor Schluss mit 102 Punkten auf dem siebten Platz. In der Teamwertung belegen die Bullen von Iveco Magirus den 3. Platz.

Viel Zeit zur Erholung gibt es nicht. Bereits am kommenden Wochenende geht es zum vorletzten Lauf im französischen Le Mans.