Vorbericht aus Spielberg

Nachdem das Team am Donnerstag Morgen unter erschwerten Bedingungen mit den Aufbau begonnen hat, das heißt 2 Grad und Schneetreiben, ist es heute geradezu Frühlingswetter. Die VIP und Pressefahrten konnten bei herrlichem Sonnenschein und trockener Strecke um 11 Uhr beginnen. Links und Rechts der Piste finden sich aber noch einige Rest-Schneespuren.  Aber es sind mittlerweile 10 Grad.

Heut Nachmittag ist noch das freie Training, wo die Abstimmung der Trucks nochmal verfeinert werden kann. Morgen früh wollen wir dann schließlich gut in den ersten Renntag der Saison 2016 starten.

Zusammenfassung Saisonabschluß in Frankreich

Das Schwabentruck-Team schließt doch noch Frieden mit Le Mans

Bislang war der Höhepunkt beim Saisonfinale in Le Mans für das Schwabentruck-Team jeweils die After-Show Party der FIA. Den 11. Oktober 2015 wird sich Teamchef Georg „Schorsch“ Glöckler dick in seinem Kalender unterstreichen. Gab es bisher immer nur eine magere Punkteausbeute, platzte an diesem Finalsonntag der dicke Knoten.

Samstag:

Im Zeittraining war man von Anfang an mit dabei und lag auf dem sechsten Platz. Ein Start in der Super Pole war so gut wie sicher. Daher entschied das Team in der Boxengasse abzuwarten und die Reifen zu schonen. Die Strategie ging kurz vor Schluss richtig daneben. Mit der allerletzten Sekunde verdrängte Frankie Vojtisek Gerd Körber vom 10. Platz und schickte ihn damit aus der sicher geglaubten Super Pole. Gerd Körber war entsprechend angefressen. „Wir haben total hoch pokert. Wir hätten bei besser werdender Strecke nochmals rausfahren sollen. Das Schlimmste ist, dass wir wirklich den Race Truck soweit hatten, um locker unter die ersten Fünf zu fahren.“ Es bewahrheitete sich, dass wer taktiert auch mal verliert.

Rennen 1: Von Platz 11 startend gab es die Parole „Volle Attacke“. Ellen Lohr, die den 9. EM-Platz noch inne hatte, startete von Platz 9. Am Start konnte Körber schnell an Ellen Lohr vorbeiziehen. Im Verlauf des Rennens kam es zum Dreikampf zwischen Steffi Halm und Rene Reinert. Egal was Körber machte, er fand einfach keinen Weg an der schnellen Schwäbin (Steffi Halm) vorbei. Am Ende blieb der bittere 9. Platz für Gerd Körber.

Steffi Halm hatte den 8. Platz, und damit die Pole-Position für Rennen 2, mit Zähnen und Klauen verteidigt. Im Ziel trennten beide 6/10 Sekunden. Gerd Körber sah es sportlich: „Ich konnte von Anfang an Druck auf Steffi machen, aber die blockte jeden Angriff. Sie hat den heiß begehrten 8. Platz mit Herz und Leben verteidigt. So startet sie von der Pole und ich von Platz 9. Hätte ich aber auch so gemacht. Wichtig ist es für uns, dass Ellen Lohr hinter uns war.“

In Rennen 2 klebte der weiß-orange IVECO das gesamte Rennen über an der Stoßstange von Antonio Albacete, der zuvor das erste Rennen gewonnen hatte. Wie bereits im vorherigen Rennen reichte es wieder bis zur Stoßstange des vor ihm fahrenden MAN, aber der letzte Kick zum Überholen fehlte. Selbst mehrere schnelle Runden reichten nicht, um am Spanier vorbeizukommen. Somit blieb am Ende wieder der 9. Platz. „Wenn wir so weitermachen, kommen wir an Ellen Lohr in der Punktewertung nicht vorbei“, bemerkte Teamchef Georg Glöckler. Noch hatte Ellen Lohr zwei Punkte Vorsprung auf Gerd Körber und das Team Schwabentruck. Gerd Körber gab die Losung aus, dass über Nacht das Fahrwerkssetting geändert werden muss und stelle fest, „für uns scheint es in Le Mans einfach keine Punkteausbeute zu geben.“

Sonntag:

Nach dem Umbau über Nacht hatte man einen fast neu eingestellten IVECO Stralis am Start. Im Warm Up bei noch leicht feuchter Strecke fuhr man die drittschnellste Zeit. Nach dem verkorksten Zeittrai­ning tags zuvor blieb man auf der Strecke und konnte auf alle Attacken reagieren. Körber war wieder in der Super Pole und stellte den IVECO auf Startplatz 6.

Rennen 1: Vom Start weg war Körber mit vorne dabei. David Vrsecky, Körber und Jochen Hahn duel­lierten sich über die gesamte Renndistanz. Mit dem 5. Platz hatte das gesamte Team erstmals ein zähl­bares Ergebnis und war entsprechend in Feierlaune. Körber war ebenfalls zufrieden: „Heute waren wir auf Augenhöhe mit dem noch amtierenden Vize-Europameister. Nach drei Runden hatte ich im Rückspiegel gesehen, dass er mich nicht ernsthaft attackieren konnte. Für ihn ging es immerhin noch um den Vize-Titel.“

Rennen 2: Im abschließenden Finallauf lieferten Gerd Körber und IVECO den großen Showdown in Le Mans. Auf die erste Kurve hielten Rene Reinert, Anthony Janiec und Gerd Körber nebeneinander zu. Körber nahm Gas weg, während Reinert und Janiec mit erheblichem Lackaustausch um die Kurve kamen, brachte sich aber in die Bredouille, als Jochen Hahn und Adam Lacko neben ihm auftauchten und ihn neben die Strecke drückten. Kurz darauf standen sich Hahn und Lacko gegenseitig im Weg und Körber bedankte sich, indem er den dritten Platz übernahm. Im Mittelfeld ging das große Verschrotten der Race Trucks los. Einige räumten sich gegenseitig von der Strecke. Körber spürte nach zwei Runden den Atem von David Vrsecky, machte aber seinerseits dem vor ihm fahrenden Franzosen Janiec das Leben zur Hölle. Es gab mehrfach Körp(b)erkontakt zu dem gelben MAN. Einer der Stupser reichte dann aus, um an Janiec vorbeizu­kommen. Gerd Körber konnte sich absetzen und machte mit seinem IVECO Race Truck Jagd auf den Führenden Reinert (MAN). Trotz der schnell­sten Rennrunde reichte es nicht mehr Reinert den zweiten Laufsieg streitig zu machen. 60.000 Zu­schauer und das gesamte Schwabentruck-Team waren aus dem Häuschen, wurde ihnen doch Truck-Race vom Feinsten aus dem Häusern Schwabentruck, IVECO und Körber geboten. Gerd Körber hatte fast Schwierigkeiten zum Podium zu fin­den. 2007 sah man ihn zum letzten Mal auf dem legendären Podest in Le Mans.

Entsprechend gerührt war er nach der Siegerehrung. „Endlich, endlich bin ich hier wieder mal auf dem Podest. Wenn mir heute Morgen jemand gesagt hätte, dass ich auf das Podium komme, den hätte ich für bekloppt gehalten. Das ist hier der totale Wahnsinn.“ Die beiden Sonntagresultate ließen das Schwabentruck-Team das Saisonziel erreichen. Mit insgesamt 27 Punkten kam man auf ein Endergeb­nis von 124 Punkten. Ellen Lohr kam auf insgesamt 8 Punkte und verlor den 9. Platz. Auf Platz 8 mit Steffi Halm fehlten am Ende nur 15 Punkte.  Für die Truck Race Szene und das Team ist das Ergebnis eine kleine Sensation. Platz 9 in der Gesamtwertung mit Starts an nur 50% der Rennen.

Jetzt gilt es erstmal Sponsoren zu suchen, denn die Saison 2016 muss finanziert werden.

Schwabentruck Racing und Gerd Körber möchte auf jeden Fall bis 2017 gemeinsam weitermachen. Das wäre dann das 30igste Truck-Race-Jubiläum von Mr. Truck Gerd Körber. Die Fans stehen ungebrochen zum Team und zu Gerd Körber. Die Truck-Race-Szene braucht diesen Typ von Racer. Das Schwabentruck-Team kann sich eine Saison ohne Gerd Körber gar nicht vorstellen.

Da kann das Ziel nur heißen: 

WEITERMACHEN SCHWABENTRUCK RACING, WEITERMACHEN GERD.

 

Le Mans Sonntag - 3. +4. Rennen

Der Tag startet wieder mal nebelig und kalt. aber Gerd schafft es in der 1. Qualifikation mit der fünftbesten Zeit  das er heut beim Rennen um die Superpole dabei ist. Und Gerd fährt sich im Rennen um die Superpole einen super 6. Startplatz raus. Wir sind jetzt sehr gespannt auf das 1. Rennen des Tages um 14.10 Uhr.

Es ist mittlerweile wärmer geworden, aber immer noch bewölkt. Aber im Team Schwabentruck sind alle heiß. Heiß auf gute Platzierungen und schöne Rennen.

Gerd ist am Start super weggekommen und hat sich hinter Albacete, Kiss, den beiden Buggyra´s an der 5. Position, vor Jochen Hahn, eingereiht. Diesen Platz hat er auch ziemlich unbedrängt  bis ins Ziel gebracht.  Das bedeutet 2. Startreihe im 2. Rennen. 

Der Start ging komisch los. Gerd kam in der Einführungsrunde nicht  gleich los. Aber dann lief es und der Start ging gut. Durch die 1. Kurve noch ohne Zwischenfall. Dann krachte aber Hahn auf die hintere Radabdeckung von Gerd. Die flog Kiss in die Scheibe. Durch den Abprall drängte es Lacko und Hahn leicht aus der Kurve. Beide fielen zurück. An Pos. 1 fuhr nun Reinert vor Janiec und Gerd. Doch dahinter wollte Vrsecky auch noch mitreden. Ein Dreikampf entbrannte bei dem Gerd aber 4 Runden vor Schluss als den Sack zumachte und sich den 2. Platz sicherte. Ein grandioser Abschluss der Saison für Gerd und das Team. In der EM Gesamtwertung haben wir mit 124 Punkten Platz 9 gesichert 

Le Mans - Samstag 1 + 2 Rennen

So freundlich hat uns Frankreich wettertechnisch noch nie empfangen. Die Sonne scheint, wenn sie sich morgens durch die Wolken kämpft, vom strahlend blauen Himmel und es sind 18 Grad.

Der Tag startete recht gut und Gerd hatte in den beiden freien Trainings am Morgen die fünftbeste Zeit. Leider ging es im 1. Quali nicht so gut aus. Gerd startet im 1. Rennen des Wochenendes vom 11. Platz. 

Gleich in Runde 1 konnte Gerd  an Frankie Vojtisek vorbei gehen. Er fuhr auf Platz 9 vor und konnte, trotz teilweise schnellerer Rundenzeiten, nicht an Steffi Halm vorbei. Am Ende sieht der die Zielflagge an 9. Position, hinter Steffi Halm und vor Ellen Lohr. 

Im zweiten Rennen des Tages steht Gerd neben Ellen Lohr in der 5 . Startreihe. Gleich in der ersten Kurve nach der Zielgerade geht es auf Tuchfühlung. Gerd kommt dann besser aus der Doppelkurve, behauptet seinen Platz und fährt diesen Platz 9 am Ende des Rennens ohne Problem ins Ziel. Wieder vor Ellen Lohr.

An der Spitze gibt es bis zum Ende einen harten Dreikampf zwischen Reinert, Hahn und Kiss. R. Reinert gewinnt den Kampf aus der 1. Startreihe und fährt vor Jochen und N. Kiss aufs Podium.

2 x 9. Platz am ersten Renntag. Wir sind gespannt was morgen noch drin ist. Der Iveco läuft gut und wir sind zuversichtlich. Am Ende gehört dann doch auch immer noch etwas Glück dazu. 

Hier kann man die Rennen Live im Internet mitverfolgen:

Start morgen 1. Rennen 14.10 Uhr und 2. Rennen 16.40 Uhr!

http://www.lemans-tv.com/fr/