Zolder /Belgien 3. + 4. Rennen
Gerd war heut morgen um 10 Uhr beim Warm up der erste auf der Piste. Am Ende schon mal 6.-beste Zeit. 2 Stunden später in der Quali Platz 5 zeitgleich mit Janiec bei 2:00:030 ! Gleich im Anschluß die Superpole, bei der es auch eng zuging. Gerd lag auf Platz 5 als ihm im letzten Moment noch der N.Kiss dazwischen kommt bzw. sich an ihm vorbei schiebt. Somit Startplatz 6 im ersten Rennen des Tages um 14.30 Uhr.
Mal keine Berührungen am Start. Gut für uns...
Die Vierergruppe: Lacko, Hahn, Reinert und Halm können sich absetzen. Dahinter Kiss und Gerd, dann Janiec und Forman. Mit Platz 6 wären wir auch gut zufrieden.
Dann in Runde 8 auf einmal Qualm aus dem Baggyra von Lacko und er ist draussen. Jochen fährt den Sieg ins Ziel vor Reinert und Halm. Also ein Team Podium.
Dahinter Kiss auf 4 und Gerd im Ziel Platz 5. Dahinter Janiec, Lenz und Kursim, denn auch Forman ist (auf Platz 8 liegend) in der vorletzten Runde ausgefallen.
Nun 2. Reihe im zweiten Rennen, aber leider musste Gerd wegen Problemen mit der Lenkung nach der Einführungsrunde raus in die Box. Gleich nach der 1. Runde folgte ihm Kiss ebenfalls in die Box. An die Spitze setzte sich Sascha Lenz vor Steffi Halm und Janiec. Kursim verlor die Pole und rutsche auf 4.
Lacko startete von Platz 8 eine unheimliche Jagd nach vorne. Nach 5 Runden lag er schon auf Platz 3. Vor sich nur noch Steffi und Sascha. Eine Runde später hatte er beide überholt und raste vor dem restlichen Feld davon.
Steffi ging dann 4 Runden vor Ende noch an Sascha vorbei und eine Runde später schnappte sich Jochen sowohl Sascha als auch Janiec und war auf Platz 3. Kurz vor der Zielgerade ging er auch noch an Steffi vorbei. Dieser Schlagabtausch der beiden EM Favoriten ist schon beeindruckend. Wir sind gespannt auf Jarama.
Ergebnis: 1. Lacko, 2. Hahn, 3. Halm, Janiec, Reinert, Lenz, Kursim, Lohr.
Zolder /Belgien 1. + 2. Rennen
Die beiden Zeittraining vom Freitag waren ziemlich gut und machen Hoffnung.
Gerd freut sich auf die Rennen in Zolder und das macht noch mehr Hoffnung auf Punkte. Im Quali am heutigen Samstag noch fünftbester, dann im Rennen um Superpole Platz 7. Also Startplatz 7 im ersten Rennen. Gerd hat einen Guten Start erwischt und sich auf Platz 5 gut gehalten. Immer am Heck vom Janiec und im Rücken mit Norbi Kiss. An der Spitze ging es auch verdammt eng zu. Klassisches Duell zwischen den Führenden in der EM Jochen Hahn und Adam Lacko. Jochen hatte am Ende die Nase vorn und den Sieg über die Linie gebracht. Lacko wurde 2. und Steffi Halm auf Platz 3. Sie konnte auf drei ein sehr unbehelligtes entspanntes Rennen fahren.
Um 16.30 Uhr gehts weiter mit dem 2. Rennen. Gerd startet aus der 2. Reihe.
Leider konnte man nach der 1. Kurve ausser viel Staub nix sehen, nur das unser Gerd nachdem der Staub verflogen war, hinter dem Feld her raste - als Letzter! Es könnte mal wieder eine Berührung mit Janiec gewesen sein, aber das ist im Moment Spekulation.
Vorne behauptete Sascha Lenz den 1. Platz bis in Runde 10 für sich. Dann holte sich ihn allerdings Lacko noch ein . Das heisst Lacko diesmal Sieger vor Lenz und Hahn. Forman hielt das restliche Feld lange hinter sich. Und Gerd startete eine fulminante Aufholjagd. Am Ende ging Kiss in der vorletzten Runde noch vom "Feld" . Gerd überholte die vor ihm fahrende Ellen Lohr noch und beendet das Rennen somit auf Platz 8.
Nun das läuft noch nicht so wie wir uns da wünschen, aber wenigstens hat Gerd mal wieder ein paar Punkte eingefahren, nachdem bescheidenen Rennen von Most.
Spekulation hat sich aufgelöst wie der Staub. Es war nicht Janiec sondern einmal mehr der N. Kiss der unserem Gerd in den Truck gekracht ist.
„Serien-Sieger“ Gerd Körber freut sich auf Zolder
Zweiter Auftritt des Schwabentruck-Teams in Belgien
Nach fünf Jahren Abstinenz kehren Gerd Körber und das Schwabentruck-Team ins belgische Zolder zurück. Der erste Auftritt 2011 endete nach einem verkorksten Samstag mit einem erfolgreichen Sonntag. Zwei Ausfälle standen am Samstag zu Buche. Entsprechend gedrückt war seinerzeit die Stimmung. Am Sonntag lernte Gerd Körber dem IVECO das rennen. Nach einem tollen 5. Platz eroberte er im letzten Rennen mit Platz 2 das Podium. Es war auch der erste Podiumsplatz überhaupt für das Schwabentruck Team! Für Gerd Körber war es zum 24. Mal, dass er in Zolder auf dem Podest stand. Von 1990 – 2011 erreichte er insgesamt dreizehn 1., sechs 2. und fünf 3. Plätze. Bei 50 Starts in dieser Zeit keine schlechte Statistik. Daher wundert es nicht, dass Zolder mit zu den Lieblingsrenn- stecken von Gerd Körber gehört. Seine größten Erfolge feierte er dabei 2005 und 2006 auf Freightliner. Bei acht Rennen in den beiden Jahren fuhr er siebenmal (!) auf Platz 1, einmal (2006) hatte er einen Ausfall. Damit blieb er zwei Jahre ungeschlagen in Belgien. So hoch hängt er die Ziele für das Wochenende nicht. „Sicher werden wir keine vier Siege am Wochenende einfahren können. Soweit sind wir sicher nicht. Aber gegen den einen oder andren Podiumsplatz sollte nichts sprechen. Dazu ist der IVECO fähig.“ Einige Fahrer müssen sich in Zolder nach dem „Truck-Crash-Grand-Prix“ von Most benehmen. Sie hatten vor zwei Wochen jegliche Hemmungen fallen lassen und ihre Trucks heftig kalt verformt. Mit den Sündern wurde leider auch Gerd Körber zu den Stewards vorgeladen und fährt ebenfalls unter Beobachtung. „Gott allein weiß warum ich mit dazu gehöre. In Most sind sie mir von allen Seiten in die Kiste gefahren und dann werde ich zusammen mit den anderen Chaoten unter Beobachtung gestellt. Das Ganze ist doch wie im schlechten Film.“
Apropos Film.
Blicken wir zurück ins Jahr 1996. Im Vorabendprogramm des ARD läuft die erfolgreiche Sendung „Auf Achse“. Folge 77 Racing Bull sollte jedem Körber-Fan das Herz höher schlagen sollen. Armin Rohde alias Kaschinski als Fernfahrer sieht den damaligen Truck des Bickel-Teams. Dann tritt Gerd Körber mit Krücken ins Bild und lädt Kaschinski nach Zolder ein. Die Krücken waren keine Requisite des Fernsehens. Gerd Körber hatte damals einen schweren Verkehrsunfall und konnte lange Zeit besser Truckfahren als Gehen. In Zolder gibt’s Kaffee für den Trucker von Teamchefin Elfriede Körber und Adolf Körber und der junge Mario Kress kommen ins Bild. In einem dramatischen Rennen siegt am Ende Gerd Körber vor „Eddi“ und Minna Kuoppala. Wer Eddi nicht kennt und alle Körber-Fans sollten sich die Serie Racing Bull ansehen. Gibt’s auf Youtube oder www.Dailymotion.com--- oder hier !
Übrigens:
Bei den echten EM-Rennen 1996 in Zolder wurde Gerd Körber „nur“ zweimal Zweiter.
20 Jahre nach dem „Serien-Sieg“ wäre Gerd Körber nicht unglücklich, wenn es mit einem echten Sieg klappen würde. „Die Strecke liegt mir und ich freue mich total auf die Rückkehr nach Zolder.“
©Text: Michael Friedel, Meisenweg 10, 35745 Herborn